Osteochondrosis dissecans (OCD)

Zurück

Osteochondrosis dissecans ist eine an den Gelenksflächen bestehende umschriebene Verknöcherungsstörung und betrifft meist tiefe Gelenkknorpelschichten. Während der Wachstumsphase kann es vorkommen, dass der Knorpel  ungenügend verknöchert. Diese Knorpelstellen bleiben dabei dick und sehr empfindlich. Der Knorpel kann sich in der Folge von der Unterschicht des Gelenks teilweise oder auch ganz ablösen und lose im Gelenk liegen bleiben (Gelenksmaus). Der darunter liegende Knorpel verwächst leider nicht mehr mit dem abgelösten Stück und das entstandene „Loch“ wird nur mehr unvollständig mit minderwertigem Material aufgefüllt.

OCD tritt meist bei großwüchsigen Hunderassen im Alter von 4 - 7 Monaten auf und kommt nicht selten beidseitig vor. Diese Knorpelveränderungen finden sich meist im Schultergelenk, aber es können auch Schäden im Ellbogengelenk (siehe ED), im Kniegelenk und auch im Sprunggelenk vorkommen. Bewiesen ist, dass neben der erblichen Komponente auch eine zu reichliche Fütterung und damit starke Gewichtszunahme das Auftreten einer OCD begünstigt.


Durch frühzeitige Operation mit Entfernung der losgelösten Knorpelschuppe werden Folgeschäden vermieden.